Sympathie

Sympathie fängt mit einem Lächeln an.

Es ist doch immer das gleiche Spiel. Wenn wir mit Menschen kommunizieren und am Ende ein Ergebnis erzielen wollen gibt es immer die drei Stufen zum gewünschten Ergebnis.

1. Sympathie: mag ich die Person bzw. mag sie mich
2. Kompetenz: jetzt kann ich beweisen, dass ich auch kompetent genug bin, mit der Person kommunizieren zu dürfen. Oder ich lasse zu, dass die Person mich von ihrer Kompetenz überzeugt
3. Führung: Ich weiß, dass ich in guten Händen bin und lasse mich überzeugen.

Diese drei Stufen finden in der Kommunikation immer statt und dürfen nicht übersprungen werden – wenn wir erfolgreich kommunizieren wollen.

Gerade in Deutschland möchte man gerne Schritt 1 überspringen und mit Kompetenz punkten. Ein teurer Fehler. Grund genug, mich mehr mit dem Thema de Sympathie (Vertrauensaufbau) zu beschäftigen.

In diesem Beitrag beschreibe ich 9 Wege, wie Du mehr Sympathiepunkte bei Deinem Kunden, Partner, Kindern, Freunden oder Kollegen erreichen kannst.

Für mehr Erfolg in Deiner Kommunikation

Wer nicht lächeln kann, soll kein Geschäft eröffnen (chinesisches Sprichwort)

Wir kaufen gerne von Menschen, die uns sympathisch sind und uns nichts “verkaufen” wollen, sondern sich aufrichtig für unsere Bedürfnisse interessieren.

Warum finden wir jemanden überhaupt sympathisch und wie kann ich meinen Sympathiewert steigern?

1. Äußerliche Attraktivität

Gut aussehenden Menschen traut man mehr zu (der sog. Halo-Effekt). Das ist nicht von mir, sondern wurde in vielen Studien wissenschaftlich nachgewiesen. Menschen, die wir attraktiv finden trauen wir mehr Begabung zu, schätzen sie freundlicher und ehrlicher ein. Und wir glauben, dass sie intelligenter sind.

Hier mal ein paar Beispiele, welche Vorteile attraktive Menschen genießen:

  • Sie erhalten im Durchschnitt ein geringeres Straßmaß bei Strafdelikten
  • Sie bekommen die besseren Jobs und erhalten ein höheres Gehalt
  • Lehrer halten hübsche Kinder für intelligenter

Das waren nur ein paar Beispiele aus unserem täglichen Leben, wie unterschiedlich wir Menschen doch warhnehmen.

Dazu zwei Power-Tipps:

1. Achte auf eine attraktive äußerliche Erscheinung. Das fängt mit der Körperpflege an und geht über angemessene Kleidung

2. Achtet auf professionelle Fotos auf den Werbemitteln und ein gepflechtes Erscheinungsbild, z.Bsp. auf deiner Website.

2. Ähnlichkeit

Uns sind Menschen sympathisch, die uns ähnlich sind. Wenn wir im Ausland auf Menschen aus unserer Region – womöglich noch mit dem gleichen Dialekt – treffen, haben diese Menschen einfach einen Vertrauesvorsprung, weil die Gemeinsamkeit automatisch Sympathie erzeugt.

Das Gleich gilt auch, wenn wir Menschen treffen, die sich ähnlich kleiden wie wir, die gleiche Meinung haben oder den gleichen Lebensstil pflegen. Wir sagen dann: „Der ist auf der gleichen Wellenlänge.“ Oder auch „Der tickt so wie ich.“

Das führt dazu, dass wir geneigt sind, Menschen, die uns ähnlich sind, eher zu helfen, als völlig fremden Menschen.

(Gute) Verkäufer nutzen dieses Phänomen gerne bei ihren Kunden, indem sie ihnen Geschichten erzählen, die denen der Kunden ähneln. Oder erzählen vom gleichen Wohnort, in dem sie aufwuchsen. Sport ist zum Beispiel ein guter Aufhänger für eine Gemeinsamkeit. Wenn beide Golf spielen (oder sich für Fußball interessieren), nimmt man solche Themen gerne auf, um Nähe zum Kunden zu schaffen.

Auch wichtig ist zu erwähnen, dass Menschen gerne auf Augenhöhe mit anderen kommunizieren wollen. Chefs wollen mit Chefs sprechen oder schreiben. Marketingleiter gerne mit anderen (Marketing-)Leitern. Oder „normale“ Angestellte tun sich schwer, mit Vorstandsvorsitzenden kommunizieren zu müssen.

Dazu noch drei Power-Tipps:

1. Was steht eigentlich auf Deiner Visitenkarte unter Deinem Namen? Ist die Titulierung Deiner Zielgruppe nah?

2. Kenne Deine Kunden und suche nach Gemeinsamkeiten.

3. Aus dem NLP kennen viele den Begriff „Rapport herstellen“. Dazu spiegelt die eine Person ihren Gesprächspartner und schafft dadurch Nähe zum anderen. Rapport herstellen können wir indem wir unsere Stimmlage dem anderen anpassen, unsere Körperhaltung gleich justieren, unsere Wortwahl angleichen oder z.Bsp. auch gleich Ziele haben.

(Aber Vorsicht: Kompetenz ist nachwievor Pflicht. Wir können die Menschen nicht täuschen, indem wir nur auf Sympathie achten. Anschließend muss da auch was kommen)

3. Komplimente

Ein uraltes aber dennoch bewährtes Mittel, sich bei einem anderen beliebt zu machen. Komplimente schmeicheln unserem Ego und wir können uns dem Charme eines aufrichtigen Komplimentes kaum entziehen.

Aber: wir müssen vorsichtig sein und dürfen nicht einfach drauf los komplimentieren. Komplimente müssen ehrlich sein. Das fasst der andere sonst ganz schnell als Schleimerei auf und macht eher unsympathisch und stößt ab. Wenn es nichts gibt, wozu man ein Kompliment machen könnte, dann lieber keines. Zum Thema Komplimente und Lob habe ich einen kurzes Ratgeber erstellt, der dir sofort viele Sympathiepunkte einbringen kann:

Du kannst diesen Ratgeber hier runterladen >> https://yanaz.de/produkt/die-kunst-richtig-zu-loben

Mein Power-Tipp zum Rapport herstellen:

Die ersten 90 Sekunden spiegelst Du Dein Gegenüber in allem was Du siehst und hörst. Stimmlage, Körperhaltung, Wortwahl. Nur 90 Sekunden. Mehr nicht. Dann enpfindet der andere Dich auf seiner Wellenlänge.

4. Kunden beim Namen ansprechen

Wo immer es geht, nenne den Namen Deines Gesprächspartners. Das kann im direkten Gespräch sein oder auch in der Anrede bei E-Mails, Briefen oder bei Antworten auf Social Media

Mein Power-Tipp:

Wer eine Website oder Online-Shop mit einem Login-Bereich hat, sollte nach der Anmeldung des Kunden die Person perönlich anreden mit: „Herzlich willkommen Max Mustermann. Schön, dass Du Dich wieder angemeldet hast… usw.“

5. Wähle Deinen Firmennamen weise

Natürlich ist unser Name unser Aushängeschild und sollte mit positiven Assoziationen beim Kunden verknüpft sein. Aber wenn es um Firmennamen geht, verschenken viele Selbstständige wertvolle Sympathiepunkte.

„miapego designbeläge“ hört sich doch wertvoller und sympathischer an als „Ost-Alb-Parkett“ , oder ?

6. Geschenke machen

Meine Oma hat immer gesagt: „Wenn Du zu jemandem gehst, bringe ihm ein Geschenk zum Zeichen Deiner Wertschätzung mit.“

Da hatte meine Omi absolut Recht. Und keine Sorge. Es muss nicht immer ein teures Geschenk sein. Es zählt die Geste. Um zu signalisieren: „Ja, Du bist mir wichtig“.

Wann hast Du zum letzten Mal Deinem Partner Blumen mitgebracht oder einfach seine Lieblingsschokolade? Manchmal reicht auch nur ein toller Spruch auf einem Zettel, der gerade zur Lebenssituation des anderen passt.

Geschenke sind eine sehr oft benutztes Mittel, um Sympathie beim anderen aufzubauen. Nutze es.

Ein paar Beispiele dazu:

⇒ Süßes/Werbeartikel mitbringen
⇒ noch ein Stück Wurst für das Kind
⇒ ein paar kostenfreie Zusatz-Wiederholungen
⇒ ein Monat kostenfreie Mitgliedschaft für die Treue

7. Zum Essen einladen

Wer kennt das nicht? Wenn ich jemandem eine Freude machen möchte, lade ich ihn oder sie zum Essen ein. Viele Besprechungen und Verhandlungen laufen im Esszimmer oder in Restaurants ab. Sogar Vorstellungsgespräche müssen nicht im trockenen Büro stattfinden.

Und mal ganz ehrlich? Wer fühlt sich nicht wertgeschätzt und als etwas Besonderes, wenn er vom anderen zum Essen eingeladen wird, um über ein paar „Kleinigkeiten“ zu plauden?

Ich persönlich glaube auch, dass wir über Menschen sehr viel erfahren können, wenn wir sie beim Essen beobachten. Es sind viele Kleinigkeiten, die den Charakter eines Menschen zeigen. Wie reagiert der Gast, wenn der Kellner etwas Falsches serviert oder etwas verschüttet? Das sind wichtige Hinweise auf den wahren Charakter eines Menschen.

8. Eine Freude bereiten

Zugegeben, dazu gehört zum Essen einladen auch. Aber es können ja auch noch andere Dinge sein, die Deine Aufmerksamkeit zum Ausdruck bringen können. Du hörst z.Bsp., dass der Nachbarsjunge Fan vom FC Bayern München ist und kommst zufällig an zwei VIP-Tickets im Stadion? Schenke es dem Jungen. Die Eltern werden sich schon bald dafür erkenntlich zeigen wollen.

Wenn Du weißt, dass ein Bekannter oder Kunde Geburstag hat, bastele ihm doch einen digitalen Geburstagsgruß. Das kann eine personalisierte Videobotschaft sein. Das Internet ist voll von diesen Möglichkeiten, wo man in fertige Videos den Namen und ein persönliches Bild einträgt und per Mail versenden kann.

Oder, ich persönlich freue mich immer, wenn ich bei einer Weihnachtsfeier einen Kellner treffe, der merkt, dass ich kein Schweinefleisch vom Büffett esse und mir extra etwas Vegetarisches in der Küche zubereiten lässt. Du glaubst nicht, wieviel Trinkgeld mit das dann wert ist.

9. Sich mit Sympathieträgern fotografieren lassen.

Ganz Clevere surfen einfach auf der Welle der Beliebtheit einer berühmten Persönlichkeit mit. Oprah Winfrey nutzte diese Strategie, und ließ sich immer mit den lokalen Größen wie Bürgermeister oder Politikern ablichten und wurde damit automatisch auch sympathischer eingestuft.

Wir sehen in Restaurants of Bilder vom Inhaber mit irgendwelchen Berühmtheiten. Das schafft nicht nur Sympathie, sondern auch Vertrauen.

Das waren nun meine neun Punkte, wie Du mehr Sympathe aufbauen kannst. Du wirst nicht immer alle auf einmal nutzen, aber schon ein einziger umgesetzter Punkt kann Dir helfen, die Mauer der Feindseligkeit bei anderen zum Einsturz zu bringen. Und: Alles fängt mit einem Lächeln an 🙂

Du kannst diesen Ratgeber hier runterladen >> https://yanaz.de/produkt/die-kunst-richtig-zu-loben

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