Anführer sein heisst seine Pflicht zu tun

Sicher hast Du schon einmal miterlebt, wie jemand eine Deiner Ideen zum Besten gegeben hat, als wäre es seine eigene? Hast Du jemals bemerkt, wie ein jüngerer Bruder, eine Schwester oder ein Verwandter Dein Verhalten nachgeahmt hat, die Art und Weise, wie Du Dich kleidest, oder was für Musik Du hörst? Bist Du vielleicht in ein neues Viertel gezogen und kurz darauf sind ein paar Hipster Deinem Beispiel gefolgt? Wenn wir jung und unerfahren sind, reagieren wir in solchen Situationen meist ablehnend. Hör auf, mich nachzuahmen. Ich war zuerst hier.

Wenn wir reifer werden, sehen wir das in einem anderen Licht. Wir verstehen, dass es zu den Aufgaben eines Anführers gehört, hervorzutreten und der Welt zu helfen. Es gehört auch zu unseren Pflichten, dies zu tun – in wichtigen und unwichtigen Situationen. Wenn wir uns selbst an Anführer sehen, müssen wir erkennen, dass Undankbarkeit gegenüber Diensten, die wir geleistet haben, dazu gehört. Wir müssen uns so verhalten, wie sich Führungskräfte verhalten – nicht um des Verdienstes willen, nicht wegen des Dankes, nicht wegen der Anerkennung. Es ist unsere Pflicht.

(aus dem Buch „Der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday)

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