Selbstbewusstsein

Selbstbewusstsein - sich seiner Selbst bewusst sein

Ob wir ein neues Projekt wirklich anfangen oder nur als Idee belassen, hängt maßgeblich von unserem Selbstbewusstsein ab. Um es kurz & knapp zu formulieren: Je höher unser Selbstbewusstein, desto eher trauen wir uns, große Hürden zu meistern. Je mehr wir uns selbst vertrauen, desto eher werden wir die Herausforderungen annehmen und Schritt für Schritt umsetzen. Unser Selbstvertrauen ist auch dafür verantwortlich, wie hoch wir uns unsere Ziele setzen. Bei der Herausarbeitung Deiner erfolgreichen Positionierung ist ein starkes Selbstbewusstsein überlebenswichtig.

Vielen Menschen glauben, Selbstbewusstein hat man oder man hat es nicht. Aber das ist ein Mythos. Der Grad an Selbstbewusstein hängt von vielen Faktoren ab. Eine große Rolle dabei spielt (mal wieder) unsere Erziehung und unser Umfeld. Umgeben Sie sich mit ängstlichen Menschen, wird diese Angst früher oder später auch Sie “befallen”. Sind Sie in einem Umfeld mit vielen selbstbewussten Menschen, trauen Sie sich auch automatisch mehr zu.

Meine 4 Empfehlungen für ein stärkeres Selbstvertrauen

Tipp 1: Verändern Sie Ihre Körpersprache
Ihre Körpersprache verrät einem geübten Beobachter viel mehr, als manchem lieb ist. Und Ihre Körperhaltung hat viel mehr Einfluss auf Ihre Stimmung als Sie glauben. Daher empfehle ich Ihnen, besonders auf folgende Dinge zu achten:

Aufrechten Gang üben
Selbstbewusste Menschen schweben fast über dem Boden, haben eine geraden Blick, den Kopf gerade, der Rücken ist gestreckt und die Schultern sind straff. Wenn wir Menschen sehen, die regelrecht mit vorgebeugtem Kopf, den Blick nach unten oder ständig umhersuchend über den Gang schlurfen, wissen wir ganz genau: dieser Mensch hat zurzeit nicht viel zu lachen - lassen wir ihn lieber alleine. Menschen umgeben sich lieber gerne mit Siegern. Was sind Sie? Gewinner oder Schlurfi?

Lächeln üben
Ein hohes Selbstvertrauen bündelt die Energie im Menschen und lässt ihn Freude spüren. Diese Freude gibt er gerne nach Außen mit einem Lächeln weiter. Aber auch andersherum funktioniert es. Wir müssen nicht unbedingt im Lotto gewinnen, um gut drauf zu sein. Wenn wir uns nicht danach fühlen und trotzdem 60 Sekunden die Mundwinkel nach oben ziehen, am besten sogar vor dem Spiegel, können wir gar nicht anders, als uns besser zu fühlen. Die Psychologin Vera Birkenbihl hat das in ihren Vorlesungen immer wieder betont (einfach mal nach ihr googlen). Wenn wir lächeln, schüttet das Gehirn Endorphine aus, die uns glücklich machen. Wenn wir glücklich sind, haben wir ganz automatisch mehr Selbstsicherheit. Ein genialer Tipp, den ich gerne selbst regelmäßig anwende.

Bewusst Blickkontakt mit fremden Menschen suchen
Auch wenn es anfangs noch schwer fällt, den Blicken von fremden Menschen standzuhalten, so können wir doch jeden Tag üben. Die Gelegenheiten sind überall. Beim Bäcker, im Supermarkt, an der Tankstelle, im Geschäft, beim Friseur. Dabei sollte man es jedoch vermeiden, sein Gegenüber wie eine Statue anzustarren. Ein angenehmer Blick, ein freundliches Lächeln, und Sie werden sehen, dass Wunder geschehen. Wenn die andere Person zurücklächelt, freut sich das Unterbewusstsein (die andere Person freut sich übrigens auch, dass sie von jemandem angelächelt wurde. Sie helfen quasi der anderen Person auch , sich besser zu fühlen). Probieren Sie es aus. Das kann lustig werden.

Festen Händedruck üben
Ein fester Händedruck bei der Begrüßung signalisiert dem Gegenüber sofort: Oh, dieser Mensch weiß was er will. Auch wenn man es selbst gar nicht so wahrnimmt, der Eindruck entsteht automatisch beim Gegenüber unterbewusst. Wenn Sie den festen Händedruck ein paar Mal geübt haben, werden Sie merken, wie es Ihnen Energie gibt und Sie werden es nicht mehr missen wollen. Es fühlt sich einfach stark an.

Gehen Sie 25% schneller
Ein Tipp, den ich erst selbst vor kurzem gelernt hatte und anfangs gar nicht glauben wollte, dass eine schnellere Gangart zu einem höheren Selbstvertrauen führt. Ich wusste gar nicht, dass da ein Zusammenhang besteht. Egal wie schnell Deine normale Gangart ist, gehe ab jetzt - immer wenn Sie daran denken, ca. 25% schneller. Wer sich schnell bewegt hat keine Zeit für negative Gedanken und Sorgen. Ihr Körper richtet sich auf und die Körperhaltung ist straff - genauso wie bei selbstbewussten Menschen. Deshalb mein Tipp, probieren Sie es einfach selbst aus. Noch schneller klönnen Sie Ihr Selbstvertrauen kaum steigern.

Tipp 2: Bringen Sie sich in Bewegung
Emotion kommt von Motion, also Bewegung. Wenn wir in Bewegung sind, braucht unser Gehirn mehr Energie für die physischen Abläufe in Armen und Beinen. Da bleibt dann schon weniger Energie übrig, um sich negative Gedanken und Sorgen zu machen. Also immer, wenn Sie gedanklich im Hamsterrad gefangen sind, durchbrechen Sie Ihre Gedankenkette und bewegen sich. Sie können folgende Dinge sofort umsetzen:

Körperpflege, Friseur, Kleidung
Achten Sie mehr als sonst auf Ihr Äußeres. Gehen Sie öfters zum Friseur und gönnen sich Ihren Wunschhaarschnitt. Auch Ihre Kleidung macht sehr viel aus. Nicht nur zum Kundengespräch sollten Sie sich ein wenig hübscher anziehen als sonst. Ziehen Sie Ihre schönsten Kleider an. Nicht nur bei der Arbeit, auch im Alltag. Auch zum Tanken oder für den Einkauf im Supermarkt. Geben Sie Ihrem Unterbewusstsein das Signal: “Hey, ich bin es mir selbst wert, top gepflegt auf die Straße zu gehen”.

Ich weiß, jetzt kommen bei manchen Zweifel auf, ob man zum Eier holen wirklich einen Anzug anziehen muss. Ich denke: Wir MÜSSEN gar nix. Nur, wenn Sie Ihre jetzige Situation ändern möchten. Die Botschaft dahinter ist: Ihr Selbstvertrauen steigert sich nicht nur, wenn Sie heldenhafte Situationen meistern oder eine neue Weltformel entdecken. Es genügen ganz alltägliche Dinge - Sie müssen es halt tun.

Haus, Garage, Garten aufräumen, Auto putzen (schnell sichtbare Erfolge)
Auch diese Dinge können Ihnen helfen, Ihr Selbstvertrauen zu steigern. Hörn Sie auf, sich über alles Sorgen zu machen und kommen Sie in Bewegung (Motion). Die Ergebnisse dieser einfachen Alltagsdinge sind schnell sichtbar und füllen Ihr Unterbewusstsein mit Stolz, etwas geschafft zu haben

Gehen Sie öfters in Training. Machen Sie mehr Sport.
Sie müssen nicht im Fitnessstudio angemeldet sein. Laufen Sie morgens zur Arbeit oder fahren Sie öfters mit dem Fahrrad. Gehen Sie in Ihrer Mittagspause spazieren anstatt 1 Stunde im Büro Ihre Facebook-Nachrichten zu lesen. Abends können Sie eine Runde um den Block laufen. Dazu benötigen Sie kein Auto, teure Ausrüstung oder eine Mitgliedschaft im Studio. Egal was, bewegen Sie Ihren Körper öfter, schneller, intensiver.

Tipp 3: Positive Gedanken züchten und zum Abruf bereithalten
Wie wäre es, wenn Sie - ähnlich wie bei Asterix und Obelix - einen Zaubertrank hätten, den Sie jedesmal, wenn Sie sich mies fühlen, trinken könnten, um neue Energie zu tanken? Sie glauben nicht an Märchen? Müssen Sie auch nicht. Den Zaubertrank gibt’s wirklich!

Führen Sie ein Erfolgsjournal
Das Erfolgsjournal wird Ihnen langfristig mehr tolle Glücksgefühle bescheren und Sie auf ein höheres Level bringen, als irgendeine andere Technik die ich kenne. Die Idee dahinter ist ganz einfach. Immer wenn Ihnen etwas gut gelungen ist, schreiben Sie es in Ihr Erfolgsjournal. Am besten ist es, Sie richten sich eine bestimmte Uhrzeit am Morgen oder am Abend ein, in der Sie sich darauf konzentrieren, was Ihnen an diesem (oder vorherigen) Tag gut gelungen ist.

Wir Menschen neigen gerne dazu, viele Dinge, die wir täglich mit Routine tun, als selbstverständlich abzutun während andere Menschen das gar nicht könnten. Schreiben Sie also alle möglichen Dinge auf, die Ihnen gut gelungen sind. Wenn Sie z.Bsp. 5 Minuten länger gearbeitet haben, oder 10 Minuten länger auf dem Laufband waren. Wenn Sie Ihre Frau zum Lachen gebracht haben oder einer alten Oma über die Straße geholfen haben. Schreiben Sie diese Dinge in Ihr Erfolgsjournal. Und von Zeit zu Zeit können Sie in diesem Erfolgsjournal blättern und wieder nachlesen, was Ihnen gut gelang. Ihr Unterbewusstsein bewertet nicht zwischen großen und kleinen Dingen. Erfolg ist Erfolg. Und Sie züchten damit positive Erinnerungen.

Durch dieses Training wird sich Ihr Selbstwertgefühl langsam aber stetig steigern. Die ersten Tage werden Sie nichts merken und vielleicht gewillt sein, das Schreiben wieder aufzugeben aufgrund der fehlenden sichtbaren Ergebnisse. Aber nach ein paar Monaten werden Sie feststellen, dass Sie über manche Dinge ganz anders denken und sich auch mehr zutrauen also noch vor ein paar Monaten. Sie werden es auch nicht gleich Ihrem Erfolgsjournal zuschreiben, weil die Schritte bis dahin so klein waren, dass Sie sie kaum bemerkt haben. Aber dran bleiben lohnt sich.

Ich persönlich schreibe jeden Morgen als erstes mindestens 5 Dinge in mein Erfolgsjournal. Wenn mir über den Tag hindurch etwas gut gelingt, freue ich mich schon, es in mein Erfolgsjournal reinzuschreiben. Somit konzentriere ich mich mehr auf die positiven Aspekte im Leben, die wir alle gerne im Alltagsstress vergessen - wenn wir sie nicht aufschreiben und hin und wieder darin blättern.

Zusätzlich zu meinen 5 Erfolgen schreibe ich noch mind. 5 Dinge daneben, für die ich an diesem Tag dankbar bin. Dankbarkeit ist ein sehr starkes Mittel, um noch mehr Dinge anzuziehen, die einem gut tun. Und wer dankbar ist, hat keine Zeit, sich über Dinge negative Gedanken zu machen.


Weiterbildung. Lernen Sie etwas, das Sie vorher nicht konnten.
Je mehr wir lernen, desto höher unser Bildungsstand - das ist klar. Für das Unterbewusstsein hat es auch noch eine weitere wichtige Funktion. Wenn wir etwas lernen, das wir vorher nicht konnten, erleben wir Glücksmomente. Wir haben uns dann weiterentwickelt. Je mehr wir uns ent-wickeln, desto mehr glauben wir ans uns selbst. Es ist fast egal, was Sie lernen, wichtig ist, dass Sie ein höheres Level erreichen. Eine neue Sprache, ein Musikinstrument, eine neue Sportart, literarische Texte oder sonstige Fertigkeiten. Dabei gibt es auch verschiedene Formen des Lernens. Der Eine liest lieber ein Buch, der andere schaut sich Youtube-Videos an und der Dritte besucht gerne Seminare. Egal wie - entwickeln Sie sich weiter.

Tipp 4: Sprechen Sie mit selbstbewussten Menschen
Von Kindesbeinen an lernen wir, indem wir die Erwachsenen um uns herum beobachten und alles nachmachen was diese Menschen sagen, tun und sogar denken (Glaubenssätze).

Nichts beeinflusst uns mehr, als der Umgang mit anderen Menschen. Egal ob positiv oder negativ. Wir passen unser Verhalten mit der Zeit den Menschen an, mit denen wir am häufigsten in Berührung kommen. Zählen Sie doch bitte mal die 5 Menschen in Ihrem Umfeld auf und vergleichen deren Verhalten, Meinungen oder Glaubenssätze mit Ihren eigenen. Sie werden überrascht sein, wieviel Ähnlichkeiten Sie entdecken.

Diese Tatsache können wir dann auch bewusst für unser eigenes Selbstwertgefühl nutzen. Kennen Sie Menschen, die ständig nur am Rumnörgeln sind und bei denen Sie sich danach schlechter fühlen als vor der Begegnung? Ja? Meiden Sie solche Energieräuber so gut es geht. Suchen Sie aktiv nach Menschen in Ihrem Umfeld, die Ihnen gut tun. Bei denen Sie Energie tanken können und die Sie motivieren & fördern. Fragen Sie sie, wie sie es geschafft haben oder wie sie Problem angehen. Fragen Sie sie nach ihrem Weg zum Erfolg (vieles wird uns dann nicht mehr wie ein Wunder vorkommen, wenn wir sehen, dass auch erfolgreiche Menschen erst einmal den steinigen Weg gehen mussten, was die meisten aber nicht sehen wollen.)

So! Das waren meine Empfehlungen für Sie, wenn Sie Lust haben, Ihr Selbstvertrauen auf das nächst höhere Level zu bringen. Das wird nicht über Nacht passieren. Solche Dinge ent-wickeln sich langsam. Haben Sie ein wenig Geduld mit sich, aber bleiben Sie auf jeden Fall dran. Es lohnt sich.